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Der geplatzte Vororttermin


9 Monate nach dem Bürgerentscheid kam es endlich zum Vororttermin mit der zuständigen Denkmalpflegerin am Tower. Begleitet wurde sie von zwei Mitarbeitern der Gengenbacher Stadtverwaltung. Die Begrüßung sagte viel bereits über den weiteren Verlauf des Termins, herrschte doch die Landesbeamtin den Bauherrn an: "Herr Stumpfhaus solle gefälligst fünf Meter Abstand halten! Ihr rüder Ton setze sich fort und steigerte sich schließlich zu rüden Beleidigungen und Zurechtweisungen, daß wir uns des Eindrucks nicht erwehren konnten, das dieser Termin nur ein Ziel hatte: uns einzuschüchtern und zurechtzustutzen.


Was eine fachliche Beratung sein sollte, wurde zu einer langen Liste von Anordnungen und Untersagungen. Eine Beratung über Fördermöglichkeiten fand nicht statt. Unsere bereits gemachten Kostenvoranschläge können wir alle zerreißen, meinte sie, ein baldiger Sanierungsbeginn sei in weiter Ferne, erst seien von uns Gutachten zu erbringen, die allein zu ihrer Beratung dienen sollte. Gutachten, die wir bezahlen sollen. Über eine Förderung entscheide allein sie. Als wir entgegneten, daß die Denkmalstiftung da anderer Ansicht sei und der Privatinitiative für so ein wichtiges Projekt bereits Drittmittel in Aussicht gestellt habe, untersagte sie uns, die Denkmalstiftung erneut zu kontaktieren. Unsere Hoffnung auf eine Zusammenarbeit mit dem Denkmalamt schwand. Zumindest, was diese Denkmalpflegerin anbelangt, die fachlich völlig unangemessene und überzogene Forderungen stellte.


So forderte die Denkmalpflegerin von uns unter anderem völlig absurde Expertisen, wie beispielsweise , daß erst einmal ein von uns zu bestellender und zu bezahlender Experte die historischen Fenster und das eiserne Geländer der Veranda auf seine Echtheit zu überprüfen habe, ( was jeder Laie sieht, das diese die Originale sind, die auch auf dem vorgelegten Plan des Architekten aus dem Jahr 1900 genauso eingezeichnet sind!) , dass ein weiterer hinzuzuziehender Experte erst einmal den Wandanstrich im Turbinenraum auf seine diversen Farbschichten untersuchen müsse

( obwohl auch hier jeder Laie sieht, dass es nur einen einzigen Farbanstrich aus dem Jahr der Entstehung gibt!), daß wir zudem eine fotografische Dokumentation, diverse Schadensberichte und verformungsgerechte Planzeichnungen der Technikanlage zu erstellen haben, obwohl alles so bleiben soll wie es ist, - als Ort der Erinnerung.


Wir konnten uns des Eindrucks nicht erwehren, daß diese Forderungen allein den Zweck haben, das Projekt der Instandsetzung weiterhin zu verschleppen, und daß zudem die Privatinitiative durch die Auflagen und Forderungen seitens der Denkmalpflegerin finanziell ausgeblutet werden soll. Wir müssen hier noch einmal erwähnen, daß wir die Denkmalpflegerin vor diesem Termin nicht persönlich kennengelernt hatten. Bislang gab es allein einen schriftlichen Kontakt, wobei sie unsere Emails auf Anfrage des Bürgermeisters an diesen , - unserer Meinung nach gesetzeswidrig- weitergab.


Als die Denkmalpflegerin Herrn Stumpfhaus anschließend persönlich noch beschimpfte und als Lügner verleumdete, war deutlich eine Grenze überschritten. Wir erinnern noch einmal daran: eine Landesbeamtin ist dazu verpflichtet unparteiisch, gerecht und gesetzestreu zu sein. Deshalb haben wir uns zu einem ungewöhnlichen Schritt entschlossen.



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